Eine Weihnachtsgeschichte

Da ich dieses Jahr schon ziemlich früh in Weihnachtsstimmung bin, nachdem diese leider jahrelang ausgeblieben ist, erzähle ich euch heute eine Geschichte.
Das ist eine meiner liebsten Geschichten, die ich mit Weihnachten verbinde. Warum, weiß ich auch nicht so genau. Ich habe sie einfach immer zu dieser Zeit ausgekramt. Und ich finde das Märchen so süß! Es ist in einem kleinen Lieder- und Geschichtensammelwerk von Barbara Bedrischka-Bös (Ihr Kinderlein kommet - 1990) und das Märchen ist ursprünglich von den Gebrüdern Grimm.

Der süße Brei

In einer Stadt lebte einmal ein armes Mädchen mit seiner Mutter. Sie hatten nichts richtiges zu essen und waren immer hungrig. Eines Tages begegnete das Mädchen einer alten Frau. Sie gab ihm einen Topf und sagte: "Wenn du zu diesem Topf sagst: 'Töpfchen koche', dann wird er dir Brei kochen, und wenn du sagst: 'Töpfchen steh', dann hört er auf zu kochen." Das Mädchen bedankte sich und lief nach Hause. Endlich hatten sie keine Not mehr.
Einmal war das Mädchen ausgegangen, da bekam die Mutter Hunger und sagte: "Töpfchen koche!" Der Topf kochte ihr Brei; sie aß, und dann wollte sie ihn wieder zum Stillstand bringen, aber sie wusste das richte Wort nicht mehr. Da kochte der kleine Topf immer weiter; erst die ganze Küche voll, dann zum Fenster hinaus und in die Nachbarhäuser.
Endlich kehrte das Mädchen zurück und sagte leise: "Töpfchen steh!" Da hörte der Topf auf zu kochen. Aber viele Leute mussten sich erst einmal in ihre Häuser zurückessen. 

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