[Rezension] Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra - Robin Sloan




ISBN-10: 345341845X
Verlag: Heyne
Seiten: 430
Preis 9,99 €
Quelle: Amazon


Clay Jannon ist eigentlich Webdesigner, doch die Rezession hat ihn seinen Job gekostet. So führt ihn eine Stellenanzeige in die durchgehend geöffnete Buchhandlung von Mr. Penumbra. Clay merkt bald, dass dies keine gewöhnliche Buchhandlung ist und hier irgendetwas nicht stimmt. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Zusammen mit zwei Freunden macht er sich daran, dieses Geheimnis zu lüften.

Dieses Buch hat mich in einer Buchhandlung angelacht und schließlich wurde es auch für eine Leserunde gewählt, die wir #InstaOmis für den Februar gestartet haben. Ich muss sagen, dass es mir ziemlich knapp wurde, das Buch noch im Februar fertigzulesen, weil es mit jedem Mal konfuser wurde.

Doch nun erstmal von Anfang an. Dieses Buch motiviert richtig zum Lesen. Der sarkastische Clay liebt Die Drachen-Chroniken und ist eigentlich ein typischer Nerd. Nur wusste er damals, wie man den Nerd in sich nicht nach außen trägt, was dazu führte, dass er in der Schule von allen irgendwie gemocht wurde. Nichts Halbes und nichts Ganzes und genauso beschreibt sich auch sein ganzes Leben.

Je länger ich das Buch gelesen habe, desto mehr kamen Stellen, die ich gelesen habe und kurz innehalten musste. Was habe ich gerade gelesen? Es dauerte einfach ewig, bis ich mal einigermaßen weit lesen konnte. Und dann hab ich erst nichts verstanden. Obwohl man anfangs auch nicht so viel verstehen muss. Es passiert etwas und das hat eine Auswirkung und das, was ich verstanden hab, hat mir persönlich gereicht. Irgendwann hat es mich aber auch nur noch genervt und ich fühlte mich wie eine außenstehende Person, die ständig neben dem Geschehen steht, nicht einbezogen wird und einfach nur verwirrt ist.

Und dann kommt auch noch ein Mädchen. Versteht mich nicht falsch, ich mochte ihre Person an sich total gerne. Sie war sympathisch, hat einen freundlichen Knacks weg und hat einiges zur Handlung beigetragen. Aber die Liebesgeschichte, die beiden aufgedrückt wird, ist total überflüssig. Es gibt genug Spannung bei den kniffligen Rätseln, die zu lösen sind, da braucht man nicht noch weitere Nebenhandlungen. Vor allem dann nicht, wenn diese gezwungen wirken. Und es wirkt auf mich jedenfalls so, als hätte man zwanghaft versucht, noch eine andere Lesergruppe erreichen zu wollen. Schade darum.

Ich bin mit dem ganzen Technikzeug absolut nicht erfahren, weshalb ich mich oft schwer getan habe beim Lesen. Ich glaube aber, dass jemand mit mehr Ahnung wirklich von diesem Buch gefesselt werden kann und auch viel Spaß beim Lesen haben wird.
Die Gegenüberstellung von alten und neuen Medien finde ich ziemlich spannend. Auf der einen Seite Kat und die anderen Technikverrückten, Programmierer und sonstwie Begeisterte; auf der anderen Seite dann die Büchersüchtigen Menschen, die neue Medien ablehnen. Dieses Zusammenspiel finde ich sehr gelungen!

Kurz gefasst ist Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra ein Werk mit lauter kleinen Witzen, die einen bei Laune halten, sollte man das Buch nicht verstehen. Die Ergebnisse werden gut erklärt, obwohl sich der Weg dorthin mir nie offenbart hat. Die Figuren halten einen ziemlich auf Distanz und eine gewisse Emotion oder ein Bezug zu ihnen fehlt gänzlich. Dennoch empfehle ich dieses Buch allen, die sich mit der heutigen Computertechnik einigermaßen auskennen und auf Rätsel stehen. (:

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