Rezension: Storm - Virginia Bergin




ISBN: 978-3-7373-5156-0
Verlag: Fischer KJB
Seiten: 432
Preis: 16,99 €
Quelle: Fischer Verlage


Drei Monate nach dem ersten tödlichen Regen macht Ruby eine erschreckende Entdeckung: Um ein Heilmittel gegen das tödliche Virus zu finden, werden Experimente an Menschen durchgeführt! Als Ruby herausfindet, dass auch ihre Freunde unter den Gefangenen sind, startet sie eine dramatische Rettungsaktion. Dabei stellt sich heraus, dass Ruby gegen das Virus immun ist. Doch das darf niemand erfahren, denn die Wissenschaftler haben ganz andere Pläne – und Ruby muss wieder fliehen.

In einer Welt, in der Geld und Profit wichtiger als Menschenleben sind, kämpft Ruby ums Überleben – doch der Ausgang ist ungewiss.

Die packende Fortsetzung von ›RAIN – Das tödliche Element‹

Endlich ist sie da. Endlich habe ich dieses Buch und noch viel mehr freue ich mich darüber, dass ich endlich die Zeit dazu gefunden habe, es zu lesen! Ich habe so lange nicht mehr lesen können. Es geht drunter und drüber und ich habe so viel zu tun, dass ich eigentlich gar nicht mehr so aktiv sein kann und das gefällt mir mal so gar nicht! Aber ich habe es geschafft. Und ich werde mich anstrengen, dass ich noch ein wenig weiter lesen kann. Denn wer gibt schon freiwillig sein liebstes Hobby auf? Ich nicht.


Jetzt muss ich sagen, dass ich mich Wochen vorher schon darauf eingestellt habe, der nervigen Ruby wieder zu begegnen. Ich war mir darüber im Klaren, was für eine brutal negative Persönlichkeit sie an den Tag legt - und das während einer Apokalypse! Der erste Band war ja der absolute Wahnsinn. Die Geschichte, der Hintergrund, das Geschehen. Alles war in meinen Augen perfekt. Bis auf die Protagonistin. Diese absolut ätzende pubertierende, beliebte Ruby, die selbst, wenn es um ihr leben geht, nicht mit dem Nerd gesehen werden will und erstmal alle Klamottenläden plündert, um sich aufzuhübschen, statt nach essenziellen Dingen zu suchen.
Jedenfalls habe ich mich damit abgefunden und mich trotzdem auf das Ende dieser wunderbaren Dilogie gefreut. Trotz Ruby, denn irgendwie war sie ja doch erträglich, oder? Sonst hätte ich den ersten Teil nicht gelesen und ihn für MEGA HAMMER befunden.
Und ich muss sagen: Ich war absolut überrascht. Ruby hat einen kompletten Wandel hingelegt. Na ja, ab und zu wird sie rückfällig, aber dann geht es wieder und sie sieht sogar einige Fehler ein. Ihr Charakter wandelt sich, was wohl ziemlich realistisch ist in ihrer Situation. Denn Mädchen wie sie haben eben nur eines im Kopf: GRATIS KLAMOTTEN! Traurig, aber ist eben so. Und nach und nach entsteht dann ein Bewusstsein dafür und Ruby erkennt sogar, dass sie ohne ihre Immunität gar nicht hätte überleben können. So oft wie sie schon nur knapp dem Tod entrinnen konnte? Das kam mir auch etwas seltsam vor, aber es wird aufgeklärt.

Manchmal habe ich mir gedacht, warum sie dieses Tagebuch überhaupt schreibt. Man denkt sich zwischendrin immer: Wird sie gezwungen? Tut sie es, weil sie es will? Wieso erinnert sie sich ann jede Kleinigkeit, die noch so unwichtig erscheint? Aber ich sage euch eins. Ich wollte diese Punkte kritisch ausarbeiten, aber nein! Sie werden am Schluss alle aufgeklärt! Ich kann nicht mal ein wenig etwas kritisieren, was soll das denn?

Nunja, es gibt mittlerweile neue nervige Charaktere, aber die tragen nicht dermaßen viel zur Handlung bei, dass man sie einfach beiseiteschieben kann.

Das Beste fand ich jedoch, dass in dieser kleinen, aber feinen Dilogie alles gestimmt hat. Oft kommt es mir vor, als hätte man mehr Stoff gehabt als nur für eine Dilogie, aber gleichzeitig zu wenig für eine gute Trilogie. Kennt ihr dieses Gefühl? Versteht das irgendwer? Das Gefühl hatte ich bei BREATHE. Man könnte locker noch ein Buch schreiben darüber und die Bände ausweiten. Aber wie? Mit was sollen sie gefüllt werden außer mit ein bisschen mehr Revolution? Und das gibt es hier gar nicht. Die zwei Bücher sind vollkommen ausreichend (obwohl ich noch 5 Folgebände lesen würde) und alles Wichtige, das einem im Herzen sticht, wird aufgeklärt. Es gibt auch kein komplett offenes Ende mit Cliffhanger, sondern ein schönes Ende mit Mini-Offen-Sein. Man kann sich einiges selbst ausdenken, aber das sind dann nur Kleinigkeiten, die einem persönlich gefallen würden.

Ich habe wirklich total lange darüber nachgedacht, aber ich habe an diesem Werk einfach nichts auszusetzen, deswegen mache ich hier mal einen Cut, bevor ich noch anfange zu spoilern und darüber nachdenke, welche Szenen ich denn bitte gerne in einer Verfilmung hätte.

Kurz gefasst ist Storm der perfekte weiterführende zweite Teil und ein noch perfekteres Ende (Ja, hier muss ich perfekt einfach mal steigern - Ja, ich kann das. Seht ihr doch.) für eine perfekte Dilogie mit einem anfangs ziemlich nervigen Protagonisten, der aber irgendwann mal das Wichtige erkennen kann. Ein realistischer Wandel und ehrlich gesagt auch ein realistisches Verhalten der Menschen in so einer Situation.

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