Rezension: Nerve - Jeanne Ryan / Vgl. FIlm?




ISBN: 978-3-570-30976-6
Verlag: cbt
Seiten: 320
Preis: 9,99 €
Quelle: Randomhouse


Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch gelesen, bevor ich den Film dazu gesehen habe. Normalerweise mache ich es andersrum, damit ich nicht so enttäuscht bin vom Film, wenn das Buch so burner war, aber diesmal kam erst das Buch.

Ich muss sagen, dass mich der Film ebenso angetan hat wie das Buch, obwohl einfach SO. VIEL. verändert wurde und irgendwann einfach alles komplett anders ist, bis gar keine Zusammenhänge mehr bestehen.

Ich muss sagen, dass mich das Buch mehr angesprochen hat, weil mir dort die Protagonistin Vee besser gefällt. Sie ist so unschuldig und macht niemals etwas, das ihre persönlichen Grenzen  überschreitet. Bis jetzt. Sie macht andere Aufgaben als im Film und diese sind einfach so gut beschrieben, dass ich richtig mit ihr mitleiden konnte. Es steigert sich auch immer wieder, sodass man auch mitbekommt, wie sehr sich Vee dabei verändert. Sehr gelungen!

Ich LIEBE realistische, dramatische Jugendbücher, in denen was total Abgefahrenes passiert. Ob Drogen, ob eskalierte Partys, ob Mobbing, ob Magersucht, ob Obdachlosigkeit, ob Ghettogeschichten. Ich liebe jugendliches Drama, das so furchtbar realistisch ist, dass man irgendwann denkt: War das jetzt ein Teil aus meinem Leben? Oder war das nur das Buch?! :O
Wer sowas genauso liebt wie ich: Lest Nerve. Es ist eins von denen, aber vergleicht es nicht mit dem Film. Das sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.
Der Schreibstil liest sich wie flüssige Butter. Flutscht richtig gut.

Wurde zum Schluss hin ein wenig zäh, aber das wird gerne verziehen, weil das richtige Ende dann nochmal so richtig knallt.


1 Kommentar:

  1. Huhu!

    "Nerve" steht jetzt schon auf meiner WuLi, seit ich den Film das erste Mal gesehen habe. Ich finde zwar das jetzige Cover eher mäh, aber das ist glaube ich das Filmplakat, oder? Bilde mir jedenfalls ein, auf einem der Displaysysteme in unserer Buchhandlung schon mal ein anderes Motiv gesehen zu haben. Aber okay, letztendlich kommt's ja auf die Story an und die finde ich großartig. Gott sei Dank beginnen ja auch bald bei uns die Ferien, yayyyy, da wird das Buch dann bei mir einziehen!!

    Liebe Grüße
    Marie

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